Atomenergie .NL  

Donnerstag, Juli 01, 2004

 

Verwertung des Hanauer Plutoniumkerns spart dem Steuerzahler Millionenbetraege

Zu einem Bericht der "Bild-Zeitung" "Steuerzahler muessen fuer Atom-Muell zahlen" erklaert Bundesumweltminister Juergen Trittin:

"Die Bundesregierung haelt Wort. Wir erfuellen die Zusage, dass der Plutoniumbunker in Hanau endgueltig geraeumt wird und abgerissen werden kann. Das gesamte in Hanau gelagerte Plutonium wird in deutschen Atomkraftwerken verwendet und dann endgelagert. Dazu muss das Plutonium in MOX-Brennelemente verarbeitet werden. Dies geschieht in Frankreich.

Damit wird ein fuer allemal sichergestellt, dass das Plutonium nicht erneut wiederverwendet werden kann -- das ist das Gegenteil von einem Kreislauf. Die Brennelemente werden ausschliesslich in deutschen Atomkraftwerken eingesetzt. Diese MOX-Elemente werden nicht zusaetzlich eingesetzt, sondern an Stelle anderer ("normaler") Brennstaebe. Die Zahl der Atommuelltransporte wird somit insgesamt nicht erhoeht, die Abfallmenge der deutschen Atomenergienutzung gesenkt. Der Abtransport soll vor dem 1.7.2005 abgeschlossen sein.

Die Verarbeitung des Plutoniums in Kraftwerken ist real ohne Alternative. Sie ist auch wirtschaftlich der guenstigste Weg. Die Verbringung des Kerns ist Angelegenheit des Unternehmens RWE Power. Der Bund beteiligt sich an dem Projekt mit 36,9 Millionen Euro. Ohne diese Bundesbeteiligung wuerde bei einer weiteren Verwahrung in Hanau dem Bund fuer Zwischenlagerung, Konditionierung und Endlagerung Kosten von annaehernd 200 Millionen Euro entstehen. Wir sparen somit 160 Millionen Euro.

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem von Siemens angestrebten Verkauf ihrer in Hanau vorhandenen MOX-Anlage und dem RWE beziehungsweise dem Forschungsministerium gehoerenden Plutonium.

Quelle: BMU Pressedienst 30.06.04